verwickeln

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ver|wi|ckeln [fɛɐ̯'vɪkl̩n]:
1. <tr.; hat jmdn. in eine unangenehme Sache hineinziehen, ihn daran beteiligen:
jmdn. in eine Affäre, eine Schlägerei verwickeln; sie war in einen Skandal, einen Streit verwickelt; er hatte ihn in ein Gespräch verwickelt (ein Gespräch mit ihm angeknüpft).
Syn.: verstricken.
2. <+ sich>
a) (von Fäden, Schnüren o. Ä.) sich so ineinanderschlingen und so durcheinandergeraten, dass ein Entwirren nur mit Mühe möglich ist:
die Wolle, die Schnur, das Garn hat sich verwickelt.
Syn.: sich verfangen, sich verheddern (ugs.).
b) in etwas hineingeraten, worin es sich verhakt und hängen bleibt:
das Seil des Ballons hatte sich in die Hochspannungsleitungen verwickelt (in ihnen verfangen); sie hat sich in Widersprüche verwickelt (hat Widersprüchliches gesagt).

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ver|wị|ckeln 〈V.; hat
I 〈V. tr.〉
1. etwas \verwickeln verwirren, ineinanderschlingen (Garn, Fäden)
2. 〈fig.〉 jmdn. in etwas \verwickeln jmdn. in eine Angelegenheit hineinziehen
● in eine Angelegenheit verwickelt sein an einer Angelegenheit so beteiligt sein, dass man sich nicht ohne weiteres davon lösen kann
II 〈V. refl.〉 sich in etwas \verwickeln
1. etwas versehentlich um sich wickeln
2. 〈fig.〉 in eine Angelegenheit hineingeraten, hineingezogen werden
● das Kind hatte sich in die Gardinenschnur verwickelt; sich in Widersprüche \verwickeln einander widersprechende Aussagen machen; lass dich nicht in diesen Streit \verwickeln; →a. verwickelt

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ver|wị|ckeln <sw. V.; hat [spätmhd. verwickeln]:
1.
a) <v. + sich> sich derart ineinanderschlingen, durcheinandergeraten, dass die Fäden, Schnüre o. Ä. nur mit Mühe zu entwirren sind:
die Wolle, die Schnur, die Kordel hat sich verwickelt;
b) <v. + sich> in etw. hineingeraten, worin es sich verhakt u. hängen bleibt:
das Seil des Ballons hatte sich im Geäst, in die Hochspannungsleitungen verwickelt (in ihm, ihnen verfangen);
Ü sie hat sich in Widersprüche verwickelt (hat Widersprüchliches gesagt);
c) (selten) ineinanderschlingen:
ich habe die Enden der Fäden verwickelt.
2. (landsch.) mit etw. umwickeln:
dem Verletzten das Bein v.;
sie hatte eine verwickelte (mit einem Verband versehene) Hand.
3. jmdn. in eine unangenehme Sache hineinziehen, ihn daran beteiligen:
jmdn. in eine Affäre, einen Fall, eine Schlägerei v.;
er ist in einen Skandal, einen Prozess verwickelt;
die Truppen waren in schwere Kämpfe verwickelt;
jmdn. in ein Gespräch v. (ein Gespräch mit jmdm. anknüpfen).

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ver|wị|ckeln <sw. V.; hat [spätmhd. verwickeln]: 1. a) <v. + sich> sich derart ineinander schlingen, durcheinander geraten, dass die Fäden, Schnüre o. Ä. nur mit Mühe zu entwirren sind: die Wolle, die Schnur, die Kordel hat sich verwickelt; b) <v. + sich> in etw. hineingeraten, worin es sich verhakt u. hängen bleibt: das Seil des Ballons hatte sich im Geäst, in die Hochspannungsleitungen verwickelt (in ihm, ihnen verfangen); er rutschte ab, er verwickelte sich in der Fahne (Schnurre, Bart 144); So hat man Pottwale gefunden, die sich bei 980 m Tiefe in Telefonkabel verwickelt hatten (BdW 9, 1987, 44); Ü sie hat sich in Widersprüche verwickelt (hat Widersprüchliches gesagt); c) (selten) ineinander schlingen: ich habe die Enden der Fäden verwickelt; Ü Die Wahrheit würde jetzt alles auch nur noch mehr v. (komplizieren; Seghers, Transit 249); In allen Fakultäten treiben sich eitle Schwätzer herum, die die einfachsten Dinge bis zur Unkenntlichkeit verwickeln (verkomplizieren; Sloterdijk, Kritik 343). 2. (landsch.) mit etw. umwickeln: dem Verletzten das Bein v.; sie hatte eine verwickelte (mit einem Verband versehene) Hand. 3. jmdn. in eine unangenehme Sache hineinziehen, ihn daran beteiligen: jmdn. in eine Affäre, einen Fall, eine Schlägerei v.; er ist in einen Skandal, einen Prozess verwickelt; Dieses Mal geht es um einen bizarren Kunstraub, in den eine Gesellschaft von Schicken, Schönen, Scheußlichen verwickelt ist (Woche 3. 7. 98, 36); die Truppen waren in schwere Kämpfe verwickelt; jmdn. in ein Gespräch v. (ein Gespräch mit jmdm. anknüpfen); er ... weiß, dass sie keine Lust hat, sich in eine Diskussion v. zu lassen (Hilsenrath, Nacht 148).

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Verwickeln — Verwickeln, verb. regul. act. in einander wickeln oder schlingen, so daß man es nicht aus einander bringen kann. Verwickelter Zwirn. Sich mit den Füßen in einem Netze, in einem Stricke verwickeln. Ingleichen figürlich. Ein verwickelter Handel,… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • verwickeln — V. (Aufbaustufe) jmdn. gegen seinen Willen in etw. hineinziehen Synonyme: verstricken (geh.), reinziehen (ugs.) Beispiele: Er wurde in eine Verschwörung verwickelt. Ich ließ mich nicht darin verwickeln …   Extremes Deutsch

  • verwickeln — ↑involvieren, ↑komplizieren …   Das große Fremdwörterbuch

  • verwickeln — verwickeln, verwickelt, Verwicklung ↑ wickeln …   Das Herkunftswörterbuch

  • verwickeln — [Network (Rating 5600 9600)] Auch: • betreffen Bsp.: • Diese Sache betrifft dich nicht …   Deutsch Wörterbuch

  • verwickeln — hineinziehen; (geh.): verstricken; (ugs.): reinziehen. sich verwickeln sich festhaken, hängen bleiben, tiefer hineingeraten, sich verfangen, sich verhaken; (geh.): sich verstricken; (ugs.): sich verhaspeln, sich verheddern. * * * verwickeln:… …   Das Wörterbuch der Synonyme

  • verwickeln — ver·wị·ckeln; verwickelte, hat verwickelt; [Vr] 1 etwas verwickelt sich etwas kommt durcheinander und ist nur noch schwer zu trennen <ein Faden, eine Schnur, Seile> 2 etwas verwickelt sich in etwas (Dat) etwas wickelt sich um etwas und… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • verwickeln — ver|wị|ckeln …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Verwickeln — 1. Das ist so verwickelt wie die Beine der köpenicker Rathsherren. Vom Rathe der Stadt Köpenick erzählt man, die Beine der Rathsherren seien einst bei einer wichtigen Sitzung so in einen Knäuel untereinander gerathen, dass beim Aufstehen kein… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • verwickelt — verwickeln, verwickelt, Verwicklung ↑ wickeln …   Das Herkunftswörterbuch

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